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Als vor 60 Jahren, kurz vor Gründung der DDR, die Deutsche Schiffahrts- und Umschlagsbetriebszentrale gegrü̈ndet wurde, befand sich die Werftindustrie in der sowjetisch besetzten Zone erst im Aufbau und musste noch nahezu ihre gesamte Kapazität für Reparationsleistungen zur Verfügung stellen. Kaum zu glauben, dass in den folgenden Jahrzehnten fast 400 Seeschiffe in Dienst gestellt werden konnten und die DDR über eine der weltweit größten Reedereien verfügen sollte. Eine ausführliche Würdigung ihrer schiffbaulichen Leistungen unternimmt nun der Seefahrtspezialist Horst Rieger mit "Die Seeschiffe der DDR" (GeraMond Verlag). Der umfangreich bebilderte Band bietet erstmals einen kompletten Überblick über sämtliche hochseetauglichen Handels-, Fischerei- und Sonderschiffe der DDR. Im chronologisch nach Schiffstypen gegliederten Lexikonteil wird jedes Schiff, ob Fischkutter oder Containerschiff ausführlich mit allen besonderen Merkmalen und historischen Ereignissen sowie den wichtigen technischen und Lebenslaufdaten porträtiert. Gesonderte Kapitel zur Geschichte der DDR-Seeschifffahrt, zu ihrer Handels- und Fischereiflotte, ein Überblick über alle Häfen und Werften, ein Schiffsnamenverzeichnis und eine Chronik der DDR-Seefahrt ergänzen den Lexikonteil. Etwa 180 vielfach bisher unveröffentlichte Farb- und Schwarz-Weiß-Fotografien aus privaten Archiven illustrieren den aufwendig recherchierten Band, der allen nautisch Interessierten 50 Jahre nachdem die DDR-Schiffe eine eigene Handelsflagge erhielten, erstmals einen vollständigen Überblick über die Zivilschifffahrt im östlichen Deutschland bietet.
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